Bullion DNA – Sicherheitsmerkmale des Maple Leaf

Bullion DNA – Sicherheitsmerkmale des Maple Leaf

6. November 2018 0 Von Sonja Sartys

Im Jahre 2013 gab die Royal Canadian Mint bekannt, dass die Maple Leaf Anlagemünze die sicherste der Welt sei. Mit neuesten komplexen Technologien ergänzte sie das klassische Design um feine Details, um Fälschungen entgegen zu wirken.

Bullion DNA – Lasergravur in Ahornblattform

Im Jahre 2012 gab die Royal Canadian Mint bekannt, dass ihre umsatzstärkste Bullionmünze, der goldene „Maple Leaf“ (GML) um ein beispielloses Sicherheitsmerkmal erweitert wird. Ab der Auflage ab 2013 zeigt sich das Detail, ein kleines Ahornblatt, welches mittels komplexer Lasertechnik auf die Rückseite der Münze eingraviert wird. Seit 2014 kann anhand eines Scanners die Lasergravur des goldenen Maple-Leaf eingelesen und mit der Datenbank des Maple Leaf-Servers abgeglichen werden.

In jedem eingravierten Ahornblatt ist eine Codesequenz enthalten, die in der Datenbank gespeichert ist. Die Prüfung ermöglicht den speziell dafür hergestellten Scannern, die Sequenzen der Lasergravur mittels Magnetstrahlen zu erfassen. So besteht höchste Sicherheit vor Fälschungen. Dieser Prozess nennt sich „DNA“, was für „Digital Non-destructive Anti-counterfeiting“ steht und zu deutsch „Digitaler zerstörungsfreier Fälschungsschutz“ bedeutet. Die DNA-Technologie findet sich seit 2015 auch auf den Maple Leaf Silbermünzen.

Bullion DNA Reader

Der Maple Leaf Bullion DNA-Reader ist ein Scanner, der die Sequenz der „Maple Leaf DNA“ einlesen und auswerten kann. Im Falle einer gewünschten Überprüfung finden sich die „DNA“-Lesegeräte bei geprüften Münzhändlern. Vor Ort macht der Scanner ein Foto der Münze und schickt es an den Server der Prägeanstalt, wo alle registrierten Maple Leaf Münzen gespeichert sind. (Mehr dazu in unserem Artikel zu Echtheitsprüfung)

Radiale Linien

Die radialen Linien, die seit 2014 auf dem Münzgrund der Maple Leaf Münzen zu sehen sind, erhöhen den Fälschungsschutz der beliebten Anlagemünze. Eine Nachahmung der feinen Linien, die vom Mittelpunkt der Münze zum Münzrand verlaufen, wäre mit großer Präzision im Prägeverfahren verbunden. Da die Abstände der Linien sich im Mikrometerbereich bewegen, gelingt es Fälschern für gewöhnlich nicht, dieses Sicherheitsmerkmal außer Kraft zu setzen.

MINTSHIELD – Schutz gegen Milchflecken

MINTSHIELD ist eine der ersten Technologien aus dem Hause der Royal Canadian Mint um weißen Flecken (White Spots) auf Silbermünzen entgegen zu wirken. Dieses hoch spezialisierte Verfahren findet Anwendung auf allen Maple-Leaf-Silbermünzen, die das Prägewerk seit 2018 verlassen.

Weiße Flecken (auch: Milchflecken) entstehen auf Silber aufgrund von Einschlüssen winziger Partikel bei der Produktion der Münze, welche mit dem Silber zu Silberchlorid (AgCl) reagieren. Schließlich entstehen auf der Münze winzige Kristalle, die als helle Punkte auf der Münze schimmern.

Auf Grundlage wissenschaftlicher Analysen, entwickelten Experten eine Möglichkeit Silbermünzen vor den Flecken zu schützen, indem durch besondere Reinheit der Einschluss dieser Mikropartikel verhindert wird. MINTSHIELD hat keine Auswirkungen auf die Optik der Silbermünze und verhindert die Entstehung von Milchflecken für viele Jahre.

Milchflecken auf Silbermünzen sind nicht sehr schön für die Optik.